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Milben
Die Milben sind mit den Zecken verwandt, allerdings saugen nur wenige Arten Blut.  Nagemilben ernähren sich von Hautschuppen der Haut ihrer Wirte; Grasmilben legen "Gänge" in der Haut des Wirtes an und Saugmilben nehmen Blut bzw. Lymphflüssigkeit auf. Viele Milbenarten können schwere gesundheitliche Schäden verursachen. Demodikose, auch Demodex-Räude genannt ist eine der gefürchtetsten durch Milben ausgelöste Erkrankung. Die Behandlung des Milbenbefalls erfolgt unter tierärztlicher Aufsicht.
 

Vorbeugung: Hygiene, regelmäßige Kontrolle und Fellpflege, Immunsystem stärken,  eiweiß- und vitaminreiche Nahrung verabreichen, Parasiten fernhalten, Stress Situationen vermeiden, hier einige Vertreter

Grasmilben
Wenn ein Hund durchs Gras läuft, bleiben Milbenlarven im Fell hängen und bohren sich bevorzugt zwischen den Zehen und an wenig behaarten Stellen durch die Haut. Man erkennt sie als kleine, leuchtend rote Pünktchen. Sie verursachen einen starken Juckreiz, und der Hund beißt sich verzweifelt in die Pfote oder andere befallene Körperteile, was zu Entzündungen der Haut führt. Die Stellen müssen gründlich mit einem Insektizid gebadet werden. Ein vorbeugendes Mittel gibt es nicht. Man wird schnell feststellen, dass der Hund nur befallen ist, wenn er er über eine bestimmte Wiese gelaufen ist. Diese muß dann während der Sommermonate gemieden werden.

Haarbalg-Milben  (Demodex)
Die Haarbalg-Milbe sitzt, wie es der Name schon sagt, in den Haarbälgen, meist um die Schnauze und die Augen herum. Bei gut 80% aller Hunde läßt sie sich nachweisen, kann aber bei guter Gesundheit und Pflege keinen Schaden anrichten. In gesundheitlichen Krisenzeiten nutzt sie jedoch ihre Chance zur Vermehrung, und ab einer gewissen Population wird sie zur ernsten Bedrohung und verursacht die Räude. Die Demodexräude verläuft langwierig und schleppend, juckt nur wenig und verursacht schuppige Hautentzündungen. Später kommt es zu eitrigen Hautinfektionen, und sekundär treten bakterielle Pilz-Infektionen auf.

Ohrmilben
Die Ohrmilbe (Otodectes cynotis) lebt im Gehörgang und bohrt ihre Eier in die Ohrschleimhäute. Die Ansteckung erfolgt von Hund zu Hund, aber auch durch befallene Katzen. Charakteristisch für Ohrmilbenbefall ist ein sehr dunkles, unangenehm riechendes Ohrenschmalz. Die sofortige Behandlung gehört in die Hände eines Tierarztes, denn je mehr Zeit die Milbe zur Besiedlung und zur Schädigung des Ohres hat, desto schwieriger wird die Behandlung.
Bemerkt man Hautrötungen und einen ungewohnten Geruch im Ohr eines Hundes, kratzt er sich ab und zu am Ohr und schlägt er damit, sollte man bald vom Tierarzt klären lassen, welcher Grund vorliegt, da es einige Ohrerkrankungen gibt, die leicht chronisch werden können.

Sarkoptes-Räude
Sarkoptesräude ist eine Infektion mit Sarkoptesmilben. Diese graben sich in Gängen durch die Haut und verursachen hierbei einen enormen Juckreiz. Sarkoptesräude zählt zu den Hauterkrankungen, die mit dem stärksten Juckreiz verbunden sind. Obwohl sie sich am gesamten Körper aufhalten können, leben sie besonders gern im Gesicht, an den Ohren, an Bauch, Brust und Beinen.
Wo kommen die Milben her?
Sarkoptesmilben werden durch Kontakt von Hund zu Hund übertragen, auch Füchse können z.B. bei Jagdhunden Ansteckungsquelle sein. Obwohl die Milben normalerweise ihren ganzen Lebenszyklus auf der Haut der befallenen Tiere verbringen, können beim Kratzen einige Milben herunterfallen. Diese sind in der Umgebung bis zu 3 Wochen infektionsfähig. Manche Hunde haben Sarkoptesmilben auf der Haut und zeigen gar keine Reaktion. Deshalb ist es ganz wichtig, nicht nur das befallenen Tier zu behandeln, sondern auch alle Tiere, die mit ihm Kontakt hatten.
Können Sarkoptesmilben auch Menschen befallen?
Ja, der Mensch ist zwar nur Nebenwirt und die Milben verlassen ihn bald wieder, aber sie können einen sehr unangenehmen und stark juckenden Hautausschlag verursachen. Wenn Sie entsprechende Symptome an sich bemerken, suchen Sie bitte Ihren Hautarzt auf.
Wie wird Sarkoptesräude diagnostiziert?
Man kann versuchen, mit einem Hautgeschabsel diese Milben nachzuweisen. Da sie oft nur in geringer Anzahl vorhanden sind, ist es oft schwierig, sie nachzuweisen. Sind die Symptome wie bei einer Sarkoptesräude und kann man die Milben nicht nachweisen, so kann der Nachweis von Antikörpern im Blut weiterhelfen. Auch eine diagnostische Therapie, eine Behandlung mit sicher wirksamen Medikamenten, kann eingesetzt werden.
Wie wird Sarkoptesräude behandelt?
Die Heilungsaussichten für Sarkoptesräude sind sehr gut. Ein Vielzahl von Medikamenten inform von Spülungen, Sprays, Injektionen und Spot-on-Präparate wirken zuverlässig. Die meisten Medikamente müssen mehrfach angewandt werden, um sowohl die erwachsenen Milben als auch alle Entwicklungsstadien abzutöten. In manchen Fällen sollte man auch eine Umgebungsdesinfektion mit entsprechenden Mittel durchführen. Einige Hunde haben einen so starken Juckreiz, dass sie sich selbst Schaden zufügen. Diese Tiere brauchen juckreizstillende Medikamente. Manche Tiere zeigen zu Beginn der Behandlung sogar noch eine Verstärkung des Juckreizes, dies läßt jedoch erfahrungsgemäß innerhalb von spätestens 2 Wochen nach.
 

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